Seetour 2008

Bilder: H1, J G Martin, Achim Melde, Frank Radloff

Mit mehr als 170 Motorrädern sind wir zu Gast beim Grafen von Bentheim in Bad Bentheim. Der große Innenhof der Burg Bentheim hochragend über die Stadt dient gleichzeitig als Park- und Rastplatz. Die zahlreichen Besucher der Anlage staunen nicht schlecht, soviel Motorräder in diesem historischen Gemäuer haben sie sicherlich nicht erwartet.
Die diesjährige 9. Internationale Freundschaftsfahrt stand unter dem Motto „See-Tour“. Vom 21. bis 25. Mai ging die Tour von Berlin nach Amsterdam und wieder zurück nach Berlin.
Gestartet wurde, wie immer, vor dem Reichstag, wo auch viele Kollegen aus dem Bundestag die Chance nutzten, uns „Bundestagsbiker“ aus der Nähe zu sehen.
Bereits der erste Zwischenstopp in Stölln im Ländchen Rhinow, westlich von Berlin war gut ausgewählt. Der Berliner Otto Lilienthal führte hier am Gollenberg seine ersten Flugversuche durch. Eine ausgemusterte Verkehrsmaschine Iljuschin 82 der früheren DDR-Fluglinie „Interflug“ stand zur Besichtigung durch uns bereit. Diese Maschine gelang durch eine spektakuläre Landung 1989 hier her. Unser Motorradfreund – und örtlicher Wahlkreisabgeordneter – MdB Ernst Bahr ließ es sich nehmen uns vor Ort persönlich zu begrüßen.
Die Heimatstadt eines weiteren Mitbikers – MdB Dr. Peter Struck – stand als nächstes im Tourplan. In Uelzen wurden die Motorräder vor dem Rathaus geparkt und dann wurden wir vom Bürgermeister empfangen. Bevor wir Uelzen verließen, war der berühmte, von Friedensreich Hundertwasser gestaltete, Bahnhof ein Pflichtstopp.
Der heimliche Höhepunkt (zumindest einige Gashahn erfahrene Biker) des Tages war jedoch die Achterbahn Colossos im Heidepark bei Soltau. Exklusiv durften wir diese, nach Ende der regulären Besuchszeit, für eine Stunde nutzen. Unser interner„Achterbahn-Meister“ brachte es auf zwölf Fahrten, sein leicht grünlicher Gesichtsausdruck sprach hinterher Bände! Der Abend klang dann im Restaurant des Piratenhotels aus.
Am nächsten Tag durch Bremen mussten, stand natürlich die Bürgerschaft auf dem Programm. Wir wurden im Plenarsaal begrüßt und genossen die Hanseatische Gastfreundschaft. Im Marinestandort Wilhelmshaven hatten wir die Möglichkeit die Fregatte Sachsen zu besichtigen. Die Besatzung stand Rede und Antwort zum Leben auf See und zur Technik des Schiffs. Bei herrlichem Sonnenschein wurde die geplante Mittagspause dann kräftig überzogen. Später in Papenburg wurde im Hotel schnell geduscht, die Bikerkluft wurde gegen legere Kleidung getauscht und dann ging es weiter zur Meyer-Werft. Die 17 Stockwerke hohe Kreuzfahrtschiff Celebrity Solstice lagen gerade „auf Kiel“. Während der ausführlichen Führung erfuhren wir viele Details über den Bau dieses inzwischen ausgelieferten Schiffs und über die Geschichte der Traditions-Werft.
Endlich in den Niederlanden hieß es dann am Freitag – dank dem Schengener Abkommen merkten wir nur an Hand der Verkehrsschilder, dass wir angekommen waren. Auf kleinen, aber feinen Nebenstrassen, hervorragend ausgewählt vom Planungsteam ging es entlang der Nordsee zum IJssel-Damm und weiter über die Stadt Edam nach Amsterdam. Da man die Stadt der Grachten am Besten vom Wasser aus erkundet, stand eine Grachtentour auf dem Programm. Da das Wetter mal wieder hervorragend war, waren viele Amsterdamer mit ihren Booten unterwegs, in den Kanälen wurde es teilweise eng.
Der Tag klang dann bei Amstel-Bier in der Innenstadt aus.
Samstagmorgen ging es dann zunächst noch zum ehemaligen Köngisschloss Het Loo in der Nähe von Apeldoorn. Die Motorräder wurden im Schlosspark geparkt und nach einer kurzen Ansprache vertraten wir uns noch etwas die Beine und besichtigen die schöne Parkanlage. 
Im Innenhof der Burg Bentheim ließ es sich der Graf zu Bentheim uns persönlich zu begrüßen. Eine Burgbesichtigung und ein kleiner Imbiss sorgten für einen schönen Stopp.
In Hannover fand später der bereits traditionelle IVM-Abend statt. Die Sängerin Ivana sorgte mit ihrer Band für gute Stimmung und, da wir am nächsten Morgen etwas später weiterfuhren, für einen langen Party-Abend.
Die Abschlussveranstaltung am Sonntag in der Autostadt Wolfsburg war dann ein weiterer letzter Höhepunkt der Tour. Eine Führung durch die Ausstellung fand statt, die auch sehr zu empfehlen ist.
Mittags ging es dann zurück nach Berlin.
Bereits sei verraten: Die 10. Internationale Freundschaftsfahrt im Jahre 2009 wird wieder ein absoluter Knaller. Dann wird es in die Schweiz gehen. Pässe und viele Serpentinen warten bereits auf uns!

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