Euro-Tour 2002 Luxemburg-Brüssel

Motorradfahren ist in Deutschland längst wieder in. Auch in der Politik. Die Sportgemeinschaft Deutscher Bundestag "Gruppe Motorradsport" veranstaltet regelmäßig Touren. Im Mai 2002 fuhren 176 prominente Biker und Bikerinnen aus Politik, Motorradindustrie und Motorradsport in einer Vier-Tages-Tour von Berlin über Oschersleben, Wernigerode, Kassel, Edersee, Haiger, Frankfurt, Wiesbaden, Schloss Johannesberg, Koblenz, Nürburgring, Perl, Schengen, Luxemburg nach Brüssel.

Von Tradition kann noch nicht gesprochen werden, dazu sind die Freundschaftsfahrten noch zu jung. Dafür haben sie inzwischen aber einen festen Termin: immer im Mai über das Himmelfahrs-Wochenende. Die erste große Motorradtour mit über 100 prominenten Teilnehmern aus Politik, Motorradindustrie und Presse fand im Sommer 1999 statt. Es war der symbolische "Motorrad-Umzug" aus der damaligen Regierungsstadt Bonn in die Deutsche Hauptstadt Berlin. Aus dieser Idee sind die "Freundschaftsfahrten" der Sportgemeinschaft Deutscher Bundestag "Gruppe Motorradsport" entstanden.
Im Mai 2000 sind bei der 1. Internationalen Freundschaftsfahrt rund 150 Biker aus der Deutschen Politik mit Gästen von Berlin nach Wien und im Mai 2001 bei der 2. Internationalen Freundschaftsfahrt, wiederum mit über 150 Teilnehmern, von Berlin nach Warschau gefahren. In diesem Jahr führte die 3. Internationale Freundschaftsfahrt von Berlin nach Brüssel. Auf die 1200 km lange Tour gingen diesmal 176 Biker, von denen gut 30 Prozent Frauen waren.

Prominenteste Teilnehmerinnen waren Gila Altmann, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und in der Bundesregierung für Motorrad- Angelegenheiten zuständig sowie Ute Vogt, MdB, Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag. Beide hochrangige Politikerinnen sind leidenschaftliche Bikerinnen. Gila Altmann fährt eine Yamaha 650 Drag Star mit einem nachträglich eingebauten geregelten Katalysator. Als verantwortungsbewusste Umwelt- Politikerin betont Gila Altmann immer wieder, dass die Deutsche Regierung das Motorradfahren nicht verbieten will, es muss für die Zukunft jedoch mit weniger Abgasen und weniger Benzinverbrauch umweltverträglicher werden. Ute Vogt fährt nach einer BMW F650GS seit neuestem nun eine BMW R1150GS.

Die engagierte Bundespolitikerin ist eine so leidenschaftliche Bikerin, dass sie sogar in ihrer Homepage „www.ute-vogt.de" in der Rubrik "Privat" sich zum Motorrad bekennt und auf einem Foto auf einer BMW sitzt. Auf die Frage, was ihr am Motorradfahren Spaß macht, antwortet die sympathische Parlamentarierin: "Ich fahre Motorrad um mir den Fahrtwind um die Ohren brausen zu lassen, aber auch zum Entspannen und weil ich da meine Ruhe habe und weil mich unter dem Helm keiner erkennt. Mit dem Motorrad ist es in der frischen Luft wunderbar die Welt kennen zulernen und trotzdem zügig vorwärts zu kommen."

 

Zu den Bildern